08.04.2015

Volz-Azubis auf Tour

Lehrfahrt zu Bitzer, Rottenburg und der Rottenburger Tafel

Gruppenfoto mit Ausbildungsleiter Herr Frädrich (Bitzer)

Die diesjährige Lehrfahrt in den Osterferien führte die Auszubildenden der Volz Gruppe GmbH am 2. April 2015 nach Rottenburg-Ergenzingen zur Firma Bitzer, Kühlmaschinenbau. Begrüßt durch Ausbildungsleiter Herrn Frädrich und Einkaufsleiter Herr Pfingsttag wurden den 19 Jugendlichen mit ihren Ausbildern zuerst anhand einer Präsentation das Unternehmen und deren Produkte näher gebracht. Bitzer produziert Verdichter, die für das optimale Klima in Bus, Bahn oder Innenräumen sorgen, damit Lebensmittel auf dem Weg zu uns nach Hause jederzeit frisch bleiben. (z.B. Kühlcontainer auf Frachtschiffen).

Bei einer Betriebsführung durch das strukturierte und anerkennenswerte Unternehmen, wurde uns die Produktion der Verdichter Schritt für Schritt näher gebracht, vom Eingang der Rohmaterialien bis hin zum fertigen Produkt. Interessant für unsere Auszubildenden waren auch die Besichtigung der Lehrwerkstatt sowie das Hochregallager.

Am Ende der interessanten und spannenden Führung durfte die Gruppe noch ein leckeres Mittagessen in der Kantine einnehmen. Dafür nochmals unseren herzlichsten Dank.

Der Nachmittag verbrachten wir bei der Rottenburger Tafel zum heiligen Martinus, dieser gestaltete sich ebenso beeindruckend. Um 13.30 Uhr begrüßte uns Frau Altvatter. Sie erklärte uns mit Leidenschaft und Hingabe die Aufgabe der Tafel: Woher sie die Lebensmittel beziehen. Welche Lebensmittel sie annehmen dürfen. Die Bezugsberechtigten und deren Hintergründe. Die 70 ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie die Öffnungszeiten. Auch wie die Spendengelder eingesetzt werden, mit welchen Problematiken die Tafel umzugehen hat und vieles mehr.

Die Gruppe besichtigte alle Räume sowie den Verkaufsraum, der gerade von Mitarbeiterinnen bestückt wurde. Hier wurde den Jugendlichen nun endgültig klar, was es für Menschen heißen muss, ihre Lebensmittel von der Tafel beziehen zu müssen. Kleine Mengen von Gemüse und eine fast leere Kühltheke mit Joghurt, Butter usw. – mehr war da nicht zu sehen. Keine Brote, keine Brötchen – das Regal war leer. Sie erklärt, dass am heutigen Tage ca. 50-60 Menschen zum Einkaufen kommen wollen und der Runde wurde sofort bewusst, dass das Angebot nicht im Geringsten ausreichen wird, um die Familien, die dahinter stecken, satt zu bekommen.

Sichtlich betroffen, überlegten die Auszubildenden, wie sie die Tafel unterstützen könnten. Frau Altvatter erklärte ihnen, dass sie sich sehr über Grundnahrungsmittel freuen würden, anstatt monitärer Spenden. Lebensmittel mit langen Haltbarkeitsdaten, wie Milch, Reis usw. wären ganz selten im Angebot der Tafel, da die Supermärkte ihre Einkäufe in diesem Punkt besser disponieren können.

Diese Lehrfahrt war von morgens bis nachmittags lehrreich und aufschlussreich.

Besten Dank nochmals an alle, die uns diesen Tag ermöglichten. 


Zeitungsartikel Wochenblatt KW 16

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